TSV Plön                         SG Bornhöved/Schmalensee                     
    TSV Ploen                          SG BornhSchmWank                                            1      :      4   ( 1 : 2)
Bestes Saisonspiel der SG: 4:1(2:1)

Auswärtssieg in Plön


TSV Plön - SG Bornhöved/Schmalensee 1:4 (1:2)

SG Bornhöved / Schmalensee: Patrick Rehberg (1) – Florian Bruckschlögl (17) ab 76. Hendrik Müller (16) - Rene Danker (32) - Jonas Griese (4) - Kai Dose (99) - ab 64. Tim Garnitz (5) - Valdrin Idrizi (7) – Patrick Mester (24) - Metin Sari (28) ab 83. Tim Garnitz (5)- Andre Bolz (20) - Fabian Makus (10) - Trainer: Ralf Hartmann

Schiedsrichter:  Jesper Rieckmann Fortuna Stampe

Tore: 0:1 (21.) Andre Bolz – 0:2 (37.) Marcel Petitijan – 2:1 (40.) Eigentor Florian Bruckschlögl – 1:3 (51.) Valdrin Idrizi mit Freistoß – 1:4 (89.) Andrè Bolz

(LR) In der Sportbuzzer-Vorschau auf den 8. Spieltag in der Verbandsliga Ost hieß es in der Überschrift: „Dicker Brocken wartet auf den TSV Plön!“ Ein versteckter Hinweis, die SG nach einem unterirdischen Saisonstart mit null Punkten nach vier Spielen nicht zu unterschätzen, oder waren die Redakteure nach den drei knappen SG-Erfolgen davon überzeugt, dass auch in Plön etwas für die SG gehen würde. Diese offene Frage beantwortet die SG in eindrucksvoller Art und Weise mit einem verdienten 4:1-Auswärtssieg gegen einen Gegner, der nach Aussagen von Manager Christoph Meinzer „unbedingt einen Dreier benötigte, um weiter oben mitzuspielen“, während das Team von Trainer Ralf Hartmann im Rahmen seiner personellen und spielerischen Möglichkeiten das Spiel lange offen halten wollte.

So übernahmen die „Blues“ von Trainer Danilo Blank von Beginn an die Initiative und agierten zunächst offensiv gegen die etwas verhalten spielende SG aus Bornhöved, die ihr Glück durch Konterfußball versuchten. Die SG-Abwehr mit dem sicheren Keeper Patrick Rehberg, den beiden Innenverteidigern Jonas Griese und René Danker im Zentrum und dem ehemaligen Plöner Spieler Florian Bruckschlögl und Marcel Petitijan auf den Außenverteidigerpositionen stand sicher und ließ kaum etwas zu, zumal die „Blues“ zwar den Ball gut zirkulieren ließen, aber nicht so zwingend und gefährlich in die Spitze spielten, um das SG-Bollwerk in Verlegenheit ernsthaft zu bringen. In der 21. Minute jubelten erstmals die zahlreichen SG-Fans, die ihre Mannschaft auch auswärts wieder tatkräftig unterstützten. Denn nach einem Stockfehler eines Plöner Abwehrspielers hatte Andrè Bolz plötzlich freie Bahn und ließ Björn Alberts im Plöner Tor keine Chance. Auch beim 2:0 (37.) durch Außenverteidiger Marcel Petitijan zeigte sich die Plöner Defensive nicht entschlossen genug, so dass der Torschütze keine Mühe hatte, den Ball im Plöner Gehäuse zu versenken. Doch Plön ließ nicht locker. Erst scheiterte der Plöner Mannschaftsführer Niklas Falk (39.) mit einem Kopfball an seinem glänzend reagierenden ehemaligen Mannschaftskollegen Patrick Rehberg (beide spielten 2009 zusammen in der A-Jugend beim FC Rot-Weiß Saxonia in der Verbandsliga). Dann brachte ein Eigentor von Florian Bruckschlögl die „Blues“ noch kurz vor der Pause (40.) auf 1:2 heran. Nach Wiederanpfiff baute der Gastgeber zunächst Druck auf, doch die SG konterte sofort. Nach einem Handspiel eines Plöner Abwehrspielers ca. 20 Meter vor dem Plöner Tor stand zunächst Jonas Griese zur Exekution bereit. Doch Patrick Mester, erst gestern aus dem Urlaub zurück, lief an und über den Ball, der dahinter lauernde Valdrin Idrizi verwandelte mit dem linken Fuß über die Mauer hinweg unhaltbar ins rechte Toreck (51.). Die Gastgeber versuchten es jetzt mit der Brechstange, liefen sich aber immer wieder in der engmaschigen SG-Defensive fest. In der 69. Minute stockte den SG-Fans kurz der Atem, als nach einer unklaren Situation im SG-Strafraum das Glück dem Tüchtigen half und der Ball dreimal kurz nacheinander von der Linie gekratzt werden konnte. Da es keine großen Proteste der Plöner gab, ist davon auszugehen, dass der Ball die Linie noch nicht überschritten hatte. Weitere Kontermöglichkeiten der SG blieben ungenutzt, bevor Valdrin Idrizi über rechts kommend den mitlaufenden Andrè Bolz hervorragend in Szene setzte, der sein zweites Tor am heutigen Abend zum insgesamt verdienten 4:1-Endstand erzielte.

Fazit: Super Leistung, Männer. So geht also Favoritenschreck! Weiter so!  
 

Das erfolgreiche SG-Team kurz vor dem Anpfiff

Mannschaft Ploen
Von links:

Jonas Griese – Patrick Rehberg – Florian Bruckschlögl (ET) – Fabian Makus – René Danker – Kai Dose –

Andrè Bolz (2) – Marcel Petitijan (1) – Patrick Mester – Valdrin Idrizi (1) – Metin Sari
Die SG-Bank
Bank Ploen
Von links:

Trainer Ralf Hartmann – Torben Ruckpaul – Tim Garnitz – Sebastian Brügmann –

Hendrik Müller – Murat Ocak
Seegeflüster

Seegefluester

Dirk Ruckpaul, Ligamanager und auch Geburtstagskind, konnte aus dienstlichen Gründen leider nicht vor Ort sein. Mit dem unerwarteten 4:1-Auswärtserfolg machte sein Team ihm dennoch ein schönes Geburtstagsgeschenk, auch wenn er den Erfolg nicht „live“ miterleben konnte. Nochmals herzlichen Glückwunsch von der Mannschaft und allen SG-Fans.

Rigers Jace fehlte ebenfalls in Plön aus privaten Gründen, und das aus guten Grund, denn am heutigen Sonnabend wird er heiraten. Herzlichen Glückwunsch, Rigers.

Patrick Mester, erst am Tag zuvor aus dem zweiwöchigen Urlaub zurück, rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers und kam nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell wieder ins Spiel.

Elias Laizers fällt wegen einer Knieverletzung noch weiter aus. Wir wünschen dir eine schnelle Genesung, denn das Team braucht dich.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Ralf Hartmann zeigte sich sehr zufrieden mit der spielerischen und kämpferischen Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden und sprach „von einem unerwarteten, aber verdienten Sieg, der das wiedergewonnene Selbstvertrauen im Hinblick auf das nächste schwere Spiel gegen den TSV Kronshagen am nächsten Sonntag im Seestadion noch weiter stärken dürfte“.

Ein rund herum zufriedener Helmut Steffen, seit Jahren der Mannschaft als 2. Vorsitzender des Sportfördervereins Bornhöved eng verbunden, strahlte nach dem Spiel und freute sich über die Leistungssteigerung der Mannschaft, die sich als Team präsentierte, in dem der eine für den anderen mit kämpft und entstandene Lücken füllt. „Wir sind auf dem richtigen Weg! lautete sein abschließendes Fazit.

Marcel Petitijan, Torschütze zum 2:0, freute sich über seinen Treffer und zeigte sich gleichzeitig erfreut über den beherzten Auftritt seines Teams über die gesamte Spielzeit. Außerdem hob er die mannschaftlichen Geschlossenheit sowie die gute Feinabstimmung zwischen den Mannschaftsteilen besonders hervor.

SG-Edelfan Lothar Ehlers, auch an schlechten Tagen bei „fast“ jedem Spiel immer anfeuernd mit dabei, konnte seine Freude über die Leistungssteigerung seines „Teams“ kaum verbergen und hofft auf weitere Erfolge.

TSV-Spartenleiter Markus Köhn: „Hacko hat sein Team heute super eingestellt, die Mannschaft hat die Vorgaben super umgesetzt und diszipliniert gespielt. Ein verdienter Achtungserfolg, der das Potenzial der Männer vom See unterstreicht. Trainingsleistungen, Mut und Geschlossenheit der Mannschaft wurden belohnt! Eine großartige Leistung! Auch die mitgefahrenen Fans haben die Mannschaft toll unterstützt und sie immer wieder angetrieben, motiviert für den Sieg weiter zu kämpfen!“ Allerdings bemängelt Makus Köhn die Aussage eines ehemaligen TSV Q-Ligatrainers und Saxonia-Jugendtrainers, der beim Stand von 0:0 Anfang der ersten Halbzeit gefallen ist: "Bornhöved wirkt nicht austrainiert, einige Spieler haben Übergewicht und in ihren Reihen spielt ein 45jähriger" und findet es deshalb „umso schöner, wenn es so heut gegen den haushohen Favoriten und Tabellenführer gereicht hat!“

Bei allem Respekt für Meinungen anders Denkende, aber sportliche Fairness sieht anders aus. So wie es SG-Kapitän Jonas Griese in der 73. Minute praktizierte, als ein langer Ball von links nach einem Kopfballzweikampf zwischen Jonas und zwei Plöner Abwehrspielern ins Toraus ging, der Schiedsrichterassistent aber auf Ecke entschied. Jonas gab gegenüber Schiedsrichter Jesper Rieckmann sofort zu, den Ball zuletzt berührt zu haben, so dass der Schiedsrichter auf Abstoß entschied. Wie heißt doch der DFB-Slogan:

Fair ist mehr