FSG Saxonia     SV Eintracht Segeberg
2 : 2
 Spielbericht von Trainer Chris Willhöft

(LR) Das Spiel gegen den Tabellenführer aus Segeberg musste aus platztechnischen Gründen kurzfristig von Schmalensee ins Seestadion nach Bornhöved verlegt werden. Ein besonderer Dank von uns geht an Platzwart Uve Gloe, der den Platz in kürzester Zeit spielfähig vorbereitete. Nochmals, Danke, Uve!

Leider mussten wir krankheitsbedingt auch heute ein wenig improvisieren und aktivierten zusätzlich noch Lukas Hadamik, der schon länger nicht mehr trainiert und gespielt hat. Außerdem fehlte heute auch Kapitän und Antreiber Marcel Petitjean wegen seiner fünften gelben Karte. Das sind zwar keine optimalen personellen Voraussetzungen, aber aufgrund der Tabellenkonstellation ein für uns „leichtes“ Spiel, denn heute haben wir nichts zu verlieren. So habe ich es auch meiner Mannschaft in der Vorbesprechung gesagt.

Auf dem gut zu bespielenden Platz sind wir dann auch sehr unglücklich in die Partie gestartet und lagen bereits nach drei Minuten durch einen Freistoß aus ca. 25 Metern mit 0:1 zurück. Der Tabellenführer bestimmte mit der Führung im Rücken zunächst weiter das Spiel, konnten den knappen Vorsprung zum Glück nicht weiter ausbauen, weil Christian Schnoor jetzt auf der Höhe war und nichts mehr anbrennen ließ.

Doch mit zunehmender Spieldauer und mit Jan Schütt im Mittelfeld als Antreiber kämpften wir uns zurück in die Partie. In der 34. Minuten erzielte Georg Usbek nach einer Ecke von Kai Dose aus fünf Metern den verdienten Ausgleich. Weiter auf Konter setzend wollten wir jetzt mehr, aber der entscheidende letzte Pass fehlte in einigen Situationen. Mit einem nicht unverdienten Unentschieden gingen wir in die Halbzeit.

Auch nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Zekeriya Tural (MTSV Olympia Neumünster) kämpften und ackerten wir alle weiter und versuchten mit einer gut stehenden Defensive nicht nur weitere Gegentore zu verhindern, sondern erspielten uns auch in der Offensive weitere Chancen. Eine davon verwandelte unser Tobias Schröder, von Haus aus Torwart, bringt aber gerne auch in der Offensive die gegnerische Abwehr in Verlegenheit. Dann die 87. Minute: Nach einem langen Freistoß mit viel Rückenwind getreten schraubte sich Tobias in Hrubesch-Manier hoch und erzielte per Kopf aus spitzem Winkel ins lange Eck unter dem Applaus der heimischen Fans die 2:1-Führung. Die Segeberger setzten nun alles auf eine Karte und wollten in der verbleibenden Spielzeit noch den Ausgleich. Wir konnten zunächst noch gut gegenhalten, verloren in der Nachspielzeit nach einem Missverständnis im Mittelfeld jedoch den Ball. Das nutzten die Gäste aus und trafen genau wie im Hinspiel in letzter Minute zum 2:2-Ausgleich. Sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern.

Das Ergebnis geht insgesamt in Ordnung, auch wenn der späte Ausgleich in der Nachspielzeit ein wenig schmerzt. Wir sind trotzdem mit dem einen Punkt zufrieden, den wir uns aufgrund unserer kämpferischen Einstellung verdient haben. Denn ein Punktgewinn gegen den Tabellenführer ist nicht nur gut für unsere Moral, sondern wird uns helfen, auch die kommenden Spiele mit der für einen Erfolg erforderlichen kämpferische Einstellung anzugehen, um die Saison doch noch erfolgreich abschließen zu können.
 
ASV Dersau        FSG Saxonia
                                            0:2
 ASV Dersau 2 - FSG Saxonia 2 0:2 (0:1)

Im Lokalderby bei der ASV Dersau 2 (Platz 10 mit 8 Punkten) wollte das Team von Trainer Chris Willhöft (Platz 7 mit 12 Punkten) unbedingt einen Dreier einfahren, um sich im Tabellenmittelfeld festsetzen zu können. Aber auch der Tabellenvorletzte aus Dersau musste heute zwingend punk-
ten, um sich weiter vom Tabellenende abzusetzen. Insofern konnten sich neben den einheimischen Fans auch die mitgereisten FSG-Fans auf ein interessantes Spiel freuen.
Von Beginn an ließ die Zweite keinen Zweifel aufkommen und setzte die Heimmannschaft sofort unter Druck. Schon nach drei Minuten ertönte der erste Torschrei der FSG, als Kai Dose im gegnerischen Strafraum an den Ball kam und mit Auge und einem gekonnten Schlenzer den Ball mit dem linken Fuß ins linke untere Eck des ASV-Tores schob. Keine Chance für ASV-Keeper Björn Sacht. Danach dann Glück für die FSG-Defensive, als die Hausherren bei einem schnellen Konter den Ball am Tor vorbeischoben. In der 16. Minute hatte Jan Schütt per Kopf die Möglichkeit zum 2:0. Doch der Ball ging leider am Tor vorbei. Danach lief bei der FSG vorne nicht mehr viel zusammen, so dass die Dersauer zwar einige gute Kontermöglichkeiten erspielten, sich aber im Abschluss nicht entschlossen genug zeigten.
Trainer Chris Willhöft schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Florian Rüder dominierte zunächst wieder die FSG, während die gelb-blauen Dersauer offensiv kaum gefährlich agierten. Das 2:0 in der 57. Minute bereitete Kai Dose, diesmal von der linken Seite kommend, vor. Seine Flanke erreichte den im Dersauer Strafraum freistehenden Falko Lebert, der den Ball sofort auf den in der Mitte wartenden Marcel Petitjean ablegte. Marci“, abgeklärt und mit Auge, schob den Ball an ASV-Keeper Björn Sacht, der auch hier keine Chance hatte, vorbei in die rechte untere Ecke zur 2:0-Führung. Mit diesem Zweitore-Vorsprung im Rücken ließ es die FSG nun deutlich ruhiger angehen und wechselte zusätzlich durch. Dadurch litt ein wenig der Spielfluss. Da aber die Gastgeber auch kaum
noch zwingende Torchancen erspielten, plätscherte das Spiel in den letzten 20 Spielminuten so vor sich hin. Am Ende ein verdienter Sieg der Zweiten, weil sie ihre sich bietenden Chancen eiskalt nutzten und sich mit diesen drei wichtigen Punkten im gesicherten Mittelfeld festsetzen.
Dazu Trainer Chris Willhöft: Wir kamen gut rein in das Derby und gingen verdient in Führung.

Danach haben wir uns aber den Schneid abkaufen lassen, zu wenig Ball und Gegner laufen lassen
und sind zu zögernd in die Zweikämpfe gegangen. Dank Tobias Schröder im Tor und ein wenig Glück ging es mit der knappen 1:0-Führung in die Pause. Nach der Halbzeit waren wir sofort voll da, haben mehr vom Spiel gehabt und hätten nach dem entscheidenden 2:0 auch noch mehr Tore machen können. Da wir aber hinten nichts mehr anbrennen ließen, nahmen wir nach einer tollen Mannschaftsleistung, die auch gut für die Moral meiner Mannschaft ist, verdient drei Punkte
mit nach Hause“.
Bericht: LR